| "Die
EU in turbulenten Zeiten" von Ruth Hieronymi MdEP |
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Die
EU befindet sich in turbulenten Zeiten. Ob die aktuelle weltweite Finanzkrise,
der Klimawandel, die Migration oder die Sicherheit unserer Außengrenzen
– all diese Themen stellen die Europäische Union vor neue,
große Herausforderungen.
Nach der Grundsatzentscheidung der Regierungschefs, „systemrelevante Banken“ im Notfall grundsätzlich zu retten, haben die EU-Finanzminister die entsprechenden Beschlüsse gefasst:
Das Europäische Parlament hatte schon 2002 und 2004 auf Mängel in der Regulierung und Beaufsichtigung der Finanzmärkte in der Europäischen Union hingewiesen und eine Stärkung des europäischen Systems der Finanzaufsicht gefordert.
Die EU-Kommission hat darüber hinaus eine Überarbeitung der Richtlinie zur Einlagensicherung von 1994 (!) vorgelegt mit folgenden Verbesserungen, die vom Parlament unterstützt werden:
Klimawandel erfolgreich bekämpfen - Wettbewerbsfähigkeit erhalten Auf dem Gipfel am 15./16. Oktober 2008 haben die Regierungschefs entschieden, trotz der Finanzkrise die Anstrengungen zum Klimaschutz fortzuführen mit dem Ziel, in der EU bis 2020
zu erreichen. Streit gibt
es innerhalb der EU um die Neufassung des so genannten Emissionshandels
zur Verringerung der Treibhausgase. Nach dem
Vorschlag der EU-Kommission für die Neufassung des Emissionshandels
soll ab 2013 die gesamte produzierende Industrie in das Handelssystem
einbezogen werden. Europäischer Pakt für Einwanderung und Asyl Die Rahmenbedingungen für die Asyl- und Migrationspolitik in der EU müssen stärker koordiniert werden. Heute schon gelten Mindestnormen -wie z.B. für die Lebensmittel- und Gesundheitsversorgung und beim Aufenthalt von Asylbewerbern in einem EU-Land. Mehrfach gestellte Asylanträge in verschiedenen EU-Staaten werden seit dem Jahr 2003 mit einer EU-weiten Datenbank mit Fingerabdrücken verhindert, und es gibt EU-weit die so genannte „sichere Drittstaatenregelung“, nach der Personen, die über einen sicheren Drittstaat einreisen, nicht das Recht auf Asyl wegen politischer Verfolgung geltend machen dürfen. Welche Staaten als sichere Drittstaaten zu definieren sind, bestimmen die Mitgliedstaaten im Ministerrat. Auf ihrem Gipfel am 15./16. Oktober 2008 haben die Regierungen der Mitgliedstaaten darüber hinaus einen Europäischen Pakt zu Einwanderung und Asyl beschlossen. Der vorgeschlagene Pakt soll ein gemeinsames Vorgehen bei legaler und auch illegaler Migration ermöglichen und bis 2010 ein einheitliches Asylverfahren entwickeln.
Mit diesen Entscheidungen hat die EU ihre Handlungsfähigkeit in schwersten Krisen unter Beweis gestellt! Gut, dass es Europa und dass es, wie z.B. beim Thema Bodyscanner, das Europäische Parlament gibt! |
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