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27.
Januar 2005
„Nicht die Vollmitgliedschaft, sondern eine privilegierte Partnerschaft
muss das europäische Angebot an die Ukraine sein", betonte die
CDU-Europaabgeordnete Ruth Hieronymi, nachdem der vorgesehene Besuch des
neuen ukrainischen Präsidenten Juschtschenko im Europäischen
Parlament am 27.01.05 witterungsbedingt kurzfristig abgesagt werden musste.
Auch wenn die Ukraine einen Beitrittsantrag zur Europäischen Union
stellen wolle, sei die privilegierte Partnerschaft mit Kiew der richtige
Weg. "Die jüngsten Vorschläge der Ukraine mit dem Ziel
einer baldigen Annäherung an die EU sind grundsätzlich zu begrüßen.
Sie sind auch richtig im Hinblick auf die Stabilisierung des Landes nach
den demokratischen Präsidentschaftswahlen", sagte Ruth Hieronymi.
Ein seriöses Vorgehen der Europäischen Union gegenüber
der Ukraine kann aber nach Ansicht der Europaabgeordneten nur auf einer
privilegierten Partnerschaft basieren. "Dieses Konzept hätte
für beide Seiten positive Auswirkungen und wäre eine gute Basis
für die zukünftige Zusammenarbeit nicht nur mit der Ukraine,
sondern mit Osteuropa insgesamt", so Hieronymi. Die privilegierte
Partnerschaft würde zudem die Erweiterungsfähigkeit der Europäischen
Union ebenfalls angemessen berücksichtigen.
"Wenn wir jedoch unseren europäischen Nachbarn wie der Ukraine
eine privilegierte Partnerschaft anbieten, dann ergibt sich daraus auch,
dass die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Türkei, mit
dem Ziel der Vollmitgliedschaft relativiert werden muss. Das Konzept der
privilegierten Partnerschaft bietet eine dauerhafte europäische Perspektive,
sowohl für die Ukraine als auch für die Türkei", führt
die EU-Parlamentarierin.
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