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Konferenz
der slowenischen EU-Ratspräsidentschaft zur„Eröffnung
des Europäischen Jahres des interkulturellen Dialogs“ |
8. Januar
2008 Die kulturelle
Vielfalt Europas wird geprägt durch die kulturelle Identität
der einzelnen Mitgliedstaaten. Für den interkulturellen Dialog ist
es von entscheidender Bedeutung, dass durch die Entwicklung eines funktionierenden
Binnenmarktes diese kulturelle Vielfalt in der EU nicht gefährdet
wird.
Um das Gesetz des Marktes als alleiniges Gesetz für elektronisch übertragene kulturelle Inhalte zu verhindern, fordert das Parlament von Rat und Kommission nachdrücklich einen die kulturelle Vielfalt sichernden Rechtsrahmen für Online-Inhalte. Die EU-Kommission wird im Januar 2008 eine Mitteilung vorlegen, die den Rechtsrahmen für die digitale Rechteverwaltung, aber auch den Zugang und die Unterstützungsmöglichkeiten für Online-Inhalte, sichern soll. Diese Mitteilung der EU-Kommission kann ein wichtiger Schritt zur Sicherung der kulturellen Vielfalt und zur Entwicklung der kreativen Industrie in Europa sein. Gleichzeitig stärkt glücklicher Weise internationales Recht den Status kultureller Güter. Es ist die UNESCO-Konvention zur Sicherung der kulturellen Vielfalt, die auch von der EU und ihren Mitgliedstaaten ratifiziert worden ist. In den Vorschlägen der EU-Kommission aber kommt der UNESCO-Konvention eine viel zu geringe Bedeutung zu. In ihrer Mitteilung zur "Kulturellen Agenda" fordert die Kommission die Berücksichtigung der UNESCO-Konvention lediglich gegenüber Drittstaaten, nicht aber im EU-Gemeinschaftsrecht! Die Kommission hat für das Jahr 2009 lediglich ein Grünbuch zur UNESCO-Konvention angekündigt. Es liegt auf der Hand, dass bei dieser Zeitplanung die grundlegenden Entscheidungen im Parlament und im Ministerrat zu Online-Content und zum Telekom-Paket ohne jede Berücksichtigung der UNESCO-Konvention getroffen werden. Ich würde es deshalb sehr begrüßen, wenn die slowenische Ratspräsidentschaft das Thema "Anwendung der UNESCO-Konvention im EU-Recht" auf die Tagesordnung der Kulturminister setzen würde. Im Interesse der kulturellen Vielfalt Europas und des interkulturellen Dialogs ist es höchste Zeit!
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