| EU-Dienstleistungsrichtlinie |
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Ruth Hieronymi MdEP Der Vorschlag der EU-Kommission für eine Dienstleistungsrichtlinie hat in Deutschland für große Verunsicherung vor allem beim Handwerk, bei berufsständischen Organisationen, bei den Kommunen, den Wohlfahrtsverbänden, den Kulturorganisationen und den Sportverbänden geführt. Der Grund
liegt darin, dass der Entwurf der EU-Kommission den Anwendungsbereich
der Richtlinie politisch und juristisch nicht klar genug unter Berücksichtigung
des bestehenden deutschen und europäischen Rechtes geregelt hat. Leitlinien
für die Richtlinie müssen die soziale Marktwirtschaft und das
Binnenmarktprinzip sein. Ziel ist die Verbesserung der Bedingungen des
Binnenmarktes durch den Abbau von Handelsschranken. Notwendig ist aber
eine vernünftige Balance mit den berechtigten Schutzinteressen insbesondere
in den Bereichen Soziales und Verbraucherschutz. Die EVP/ED-Fraktion im Europäischen Parlament, zu der aus Deutschland CDU und CSU gehören, hat deshalb Änderungsvorschläge erarbeitet, die diese Probleme lösen könnten. Die wesentlichen Punkte sind: • Das
umstrittene "Herkunftslandprinzip" soll nach Auffassung der
EVP-Fraktion durch eine weniger ambitionierte Binnenmarktklausel ersetzt
werden. Die Binnenmarktklausel soll bei einer vorübergehenden Dienstleistung
aus einem anderem Mitgliedstaat die nationalen Vorschriften des Herkunftslandes
für den Zugang und die Art und Weise der Dienstleistungsaktivität
umfassen, insbesondere die Gründung und Führung eines Unternehmens,
die Qualität und den Inhalt der Dienstleistung, Normen, Zertifizierung
und Werbung. Nach diesen Vorschlägen kann jeder Mitgliedstaat in dem Umfange und in den Branchen, wie es ihm notwendig erscheint, gesetzliche Mindestvorgaben für die Arbeits- und Lohnbedingungen schaffen. Zudem soll es auch bei den bisherigen europäischen Regelungen zur gegenseitigen Anerkennung von Berufsabschlüssen bleiben. Folgende
Texte zur EU-Dienstleistungsrichtlinie finden Sie im Internet Die Änderungsanträge
der EVP/ED-Fraktion (CDU/CSU) können Sie im Büro Hieronymi (Tel.:
0228/473001, Fax: 0228/477499, E-Mail: hieronymi@t-online ) auf Anfrage
erhalten.
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