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"Die
Verletzung der territorialen Integrität eines souveränen Staates
und die Destabilisierung demokratischer Regierungen ist nicht akzeptabel.
Sie darf auch nicht zum Markenzeichen russischer Außenpolitik mit
dem Ziel einer Wiederherstellung der früheren Sowjetunion werden,
sonst ist Georgien nur der Anfang und weitere ehemalige GUS-Staaten werden
folgen". Dies erklärten Elmar Brok, Mitglied im Auswärtigen
Ausschuss des Europäischen Parlaments und außenpolitischer
Koordinator der Europäischen Volkspartei (EVP), und Othmar Karas,
stellvertretender Vorsitzender der EVP-ED-Fraktion, heute in Brüssel
nach ihrer Rückkehr von einer EVP-ED-Delegationsreise in das Krisengebiet.
Der CDU-Europaabgeordnete Brok sagte weiter, dass ein tatsächlicher
Abzug der russischen Invasionstruppen aus Georgien bisher nicht erfolgt
sei. Dies sei aber die Grundvoraussetzung für die Umsetzung des Sechs-Punkte-Friedensplans
und für den wirtschaftlichen Wiederaufbau des Landes. "Die Entwicklung
im Kaukasus habe zudem gezeigt, dass die notwendigen Instrumente für
eine gemeinsame EU-Außenpolitik nötiger seien denn je. Den
erforderlichen institutionellen Rahmen dafür könne aber nur
der Lissabonner Vertrag zur Verfügung stellen. Karas bemängelte
die mangelnde Präsenz des Rates, insbesondere von Javier Solana als
Hohem Beauftragten für die Außenpolitik, sowie der Kommission.
"Oder habe ich da etwas übersehen?", fragte er.
Brok und Karas kritisierten in diesem Zusammenhang die Visapolitik der
Europäischen Union, die zu einer einseitigen Bevorzugung Russlands
gegenüber Georgien und anderen Staaten geführt habe: "Eigentlich
hätte die Prioritätensetzung andersherum erfolgen müssen.
Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Europäische Union jetzt möglichst
schnell zu einem Freihandelsabkommen mit Georgien kommt, um den Menschen
vor Ort wieder eine Perspektive zu geben". Russland dürfe kein
Vetorecht in der Region haben. Auch aus diesem Grund sei es wichtig, dass
die Beobachtermission zur Überwachung des Waffenstillstands keine
reine EU- sondern eine OSZE-Friedensmission ist, so Brok und Karas abschließend.
Für
weitere Informationen:
Büro Elmar Brok, MdEP, Tel.: +32 - 2 - 2847323
Büro Othmar Karas, MdEP, Tel.: +32 - 2 - 2847627
EVP-ED-Pressestelle, Knut Gölz, Tel.: +32 - 479 - 972144 |