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EU-Parlament
fordert deutliche Verbesserungen für EU-Finanzplanung 2007-2013.
Pressemitteilung des Generalberichterstatters des Europäischen Parlamentes
Reimer Böge MdEP(CDU)
Mit einer
überwältigenden Mehrheit von 541 Ja-Stimmen ist das Plenum des
Europäischen Parlaments dem Votum des Haushaltsausschusses gefolgt
und hat die von EP-Generalberichterstatter Reimer Böge (CDU) erarbeitete
Entschließung zur interinstitutionellen Vereinbarung und der Finanzperspektive
heute angenommen. "Damit hat das Europäische Parlament unmissverständlich
klar gemacht, dass es den gemeinsamen Standpunkt des Rates zur EU-Finanzperspektive
zur Kenntnis genommen hat, diesen aber in seiner jetzigen Form ablehnt.
Es bleibt jedoch dabei, dass wir zu konstruktiven substantiellen Verhandlungen
mit dem Rat bereit sind, vorausgesetzt die österreichische Präsidentschaft
erhält bis Ende Januar ein entsprechendes Mandat", betonte Böge
nach der Abstimmung in Straßburg.
Das fraktionsübergreifende Votum des Parlaments mache dem Rat zudem
deutlich, dass es bei den nun beginnenden Verhandlungen nicht nur um das
reine Zahlenwerk, sondern um den richtigen Dreiklang aus Finanzmitteln,
Reformen und politischen Prioritäten gehen wird. "Diese drei
Säulen sind eng miteinander verbunden und funktionieren nach dem
Prinzip der kommunizierenden Röhren. Hier liegt auch der eigentliche
Verhandlungsspielraum für den Rat", sagte Böge.
Es sei deshalb nun am Rat, sich im weiteren Verfahren entscheidend zu
bewegen. Die amtierende Ratspräsidentschaft wisse im Übrigen
sehr genau, in welchem Rahmen die Prioritäten des Parlaments liegen.
Dies habe Wolfgang Schüssel mit seiner heutigen Aussage bestätigt,
dass sich der zukünftige EU-Haushalt bis 2013 zwischen dem Ratskompromiss
in Höhe von 1,045 Prozent und einem Gesamtumfang von 1,10 Prozent
des EU-Bruttonationaleinkommens im Falle einer Nichteinigung mit dem Parlament
bewegen wird. "Wolfgang Schüssel weiß auch, dass eine
Einigung mit dem Parlament noch in diesem Frühjahr möglich ist,
wenn es entscheidende Reformfortschritte bei den politischen Prioritäten,
mehr Flexibilität und wesentliche Verbesserungen im zukünftigen
Haushaltsverfahren einschließlich der Revisionsklausel 2008 geben
sollte", so Böge abschließend.
Quellenangabe:Reimer Böge(EVP-ED/CDU)
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