
|Presserklärung, 13.Dezember 2006|
Umsetzung von EU-Chemikalienrecht jetzt praktikabel gestalten / Europaweite Prüfung und Zulassung gefährlicher Stoffe / Verbesserungen beim Datenschutz
Das neue EU-Chemikalienrecht findet im Europäischen Parlament ein geteiltes
Echo. "REACH ist ein revolutionärer Fortschritt für den europäischen
Umwelt- und Gesundheitsschutz. Die Unternehmen müssen ihn allerdings mit
beträchtlichen Kosten bezahlen", sagte der CDU-Europaabgeordnete Hartmut
Nassauer.
Das Europäische Parlament hat heute ein Paket gebilligt, über das
mit den Mitgliedstaaten bereits eine Einigung erzielt wurde.Rund 30.000 im Wirtschaftskreislauf
befindliche Stoffe müssen künftig von den Unternehmen aufwändig
auf ihre Eigenschaften hin getestet werden. "Gefahren für Umwelt und
menschliche Gesundheit kann damit wesentlich effektiver entgegengetreten werden.
Dafür müssen die Unternehmen erhebliche Kosten aufbringen und bürokratische
Verfahren in Kauf nehmen", sagte Nassauer. "Es bleibt abzuwarten,
ob Produkte mit dem Siegel 'REACH-getestet' Marktanteile gewinnen und damit
Wettbewerbsnachteile für die europäische Industrie in Grenzen gehalten
werden können", so der CDU-Europaabgeornete.
"Der Vorteil ist, dass mit REACH rund 40 Einzelgesetze verschwinden. Damit
wird die Stoffgesetzgebung für die Wirtschaft wesentlich kohärenter.
Daneben schafft die einheitliche Regelung gleiche Wettbewerbsbedingungen für
Unternehmen innerhalb der Europäischen Union und erhöht die Transparenz
innerhalb der Wertschöpfungskette erheblich", sagte Nassauer.