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Der
Binnenmarktausschuss des Europäischen Parlaments berät heute
im Rahmen der zweiten Lesung über die EU-Dienstleistungsrichtlinie.
Die finnische Ratspräsidentschaft hatte dazu in der vergangenen Woche
einen gemeinsamen Standpunkt des Rates vorgestellt. "Aus meiner Sicht
ist der vorliegende Text nicht nur ein guter Kompromiss zwischen den einzelnen
Parlamentsfraktionen, sondern auch eine geeignete Ausgangsbasis für
den Rat. Ich kann dem federführenden Binnenmarktausschuss daher nur
raten, von einer grundlegenden Änderung des gemeinsamen Standpunkts
im weiteren Verfahren abzusehen", erklärte dessen stellvertretender
Koordinator, Andreas Schwab (EVP-ED/CDU), in Brüssel.
Der CDU-Europaabgeordnete sagte weiter, dass "nach allem, was bisher
bekannt ist", die meisten bereits angekündigten Änderungsanträge
zwar eher technischer Art seien, aber dennoch den eigentlichen Kerninhalt
des Gemeinsamen Standpunkts betreffen könnten: "Änderungsanträge,
die den Ausschluss der sozialen Dienste oder das internationale Privatrechtrecht,
den Überwachungsprozess für die Umsetzung der Richtlinie und
die Überprüfungsklausel betreffen, sind für die EVP-ED-Fraktion
nicht akzeptabel. Sie würden nicht nur eine erhebliche Gefahr für
den Gemeinsamen Standpunkt bedeuten, sondern damit auch das gesamte Gesetzgebungsprojekt
in Frage stellen".
Schwab fügte hinzu, dass folglich nur rein technische Verbesserungen
eine potentielle Mehrheit im Europäischen Parlament und im Rat haben:
"Jede weitergehende Abänderung kann dagegen nur als ein Angriff
auf die gesamte Richtlinie interpretiert werden, zumal ein Scheitern der
zweiten Lesung das Ende des gesamten Legislativverfahren nach sich zöge.
Die EVP-ED-Fraktion unterstützt deshalb ausdrücklich die Auffassung
von Rat und Kommission, dass der Textentwurf des Europäischen Parlaments
aus der ersten Lesung und der jetzt vorliegende Gemeinsame Standpunkt
identisch sind und dies im Grundsatz auch bleiben sollen. Es ist nicht
zuletzt eine Frage der Glaubwürdigkeit, dass die Europäische
Union dieses wichtige Gesetzgebungsdossier nun möglichst schnell
und endgültig abschließt. Wir werden deshalb unseren Druck
dahingehend aufrechterhalten, dass der vorgesehene Zeitplan im laufenden
Verfahren eingehalten wird", betonte der EVP-Binnenmarktpolitiker
abschließend.
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Quellenangabe: Andreas Schwab (EVP-ED/CDU)
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