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der Aussprache im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz
unter Teilnahme von Vertretern der Europäischen Kommission und des
Rates über die nunmehr von der Berichterstatterin vorgelegten 11
Änderungsanträge zum Gemeinsamen Standpunkt des Rates zur Dienstleistungs-Richtlinie
hat sich der CDU-Europaabgeordnete Kurt Lechner skeptisch geäußert.
Lechner sieht entgegen der Darstellung der Berichterstatterin, es handle
sich bei den vorgelegten Anträgen lediglich um "technische Korrekturen
und sprachlich-rechtliche Verdeutlichungen", Bedenken sowohl politisch-inhaltlicher
als auch rechtlicher Art. So werde bei dem Antrag zu Artikel 1 nationales
Recht und Praktiken gleichberechtigt neben Gemeinschaftsrecht gestellt
und in dem Antrag zu Artikel 3 die Tür dafür geöffnet,
dass Mitgliedstaaten unter Berufung auf angeblichen Verbraucherschutz
ihre Abschottungsmechanismen rechtfertigen können. Dies sei inhaltlich
nicht zu akzeptieren und führe darüber hinaus zu rechtlichen
Unklarheiten.
Der für das Dossier in der CDU/CSU-Gruppe zuständige Abgeordnete
begrüßte indes außerordentlich die Versicherung der Berichterstatterin,
dass sie einen Abschluss des Gesetzgebungsverfahren in 2. Lesung anstrebt
und es nicht zu einem Vermittlungsverfahren kommen soll. Nachdem die finnische
Ratspräsidentschaft in einer ersten Einschätzung zu erkennen
gegeben hatte, dass im Rat kaum Chancen für eine Zustimmung zu Änderungen
bestünden, sei jetzt abzuwarten, wie sich die weiteren Beratungen
im Europäischen Parlament gestalten werden. Konsequenterweise müsste
das Parlament allerdings damit von Änderungen absehen und dem Gemeinsamen
Standpunkt zustimmen.
Der EVP-Binnenmarktpolitiker bekräftigte in diesem Zusammenhang,
dass das Parlament keinen Anlass habe, sich gegenüber dem Rat "auf
die Hinterbeine zu stellen". Vielmehr sei genau des Gegenteil der
Fall, denn der Rat habe die Beschlüsse des EP nahezu vollständig
übernommen und insoweit seinen Teil des Kompromisses bereits geleistet.
Ein Scheitern der Richtlinie wegen vergleichsweise geringfügiger
Korrekturen würde folglich den großen politischen Erfolg und
die Reputation gerade des Europäischen Parlaments nachhaltig beschädigen,
warnte Lechner abschließend.
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Quellenangabe:Kurt Lechner (EVP-ED/CDU)
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