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Reformpläne
zum Zucker: Keine glaubwürdige Perspektive für die Zukunft
Die CDU/CSU-Gruppe
im Europäischen Parlament verlangt eine Plenardebatte und eine namentlichen
Abstimmung über die am 26. September vorgesehene Aufnahme von Beobachtern
aus Bulgarien und Rumänien in das Europäische Parlament. Die
beiden Vorsitzenden der CDU/CSU-Gruppe, Hartmut Nassauer und Markus Ferber
(CSU), erklärten heute in Straßburg, dass eine Aufnahme von
Beobachtern aus diesen beiden Kandidatenländern vor dem Abschluss
des eigentlichen Ratifikationsprozesses und vor der Vorlage des nächsten
Fortschrittsberichts der EU-Kommission im Oktober 2005 „das falsche
Signal“ sei.
Eine so frühzeitige Anwesenheit von Beobachtern aus Bulgarien und
Rumänien könne im Übrigen nicht nur als Präjudiz missverstanden
werden, sondern entspreche auch nicht den bisherigen Gepflogenheiten im
Europäischen Parlament bei der Aufnahme von neuen Mitgliedstaaten.
So hätten Finnland, Österreich und Schweden bei der vorletzten
Erweiterungsrunde 1995 überhaupt keine Beobachter entsandt und die
10 Staaten der letzten Erweiterungsrunde 2004 erst ein knappes Jahr vor
dem festgelegten Beitrittstermin ihre Beobachter in das Europäische
Parlament geschickt.
„Die CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament lehnt eine so
frühzeitige Entsendung von bulgarischen und rumänischen Beobachtern
auch deshalb ab, weil die Beitrittsverträge mit Bulgarien und Rumänien
bei Nichterfüllung der Kriterien eine Verschiebung des Beitrittsdatums
um mindestens ein Jahr auf den 1. Januar 2008 vorsehen“, betonten
Nassauer und Ferber weiter. Die vorliegende Resolution spreche sich deshalb
für die Entsendung der Beobachter binnen Jahresfrist vor dem endgültigen
Beitrittstermin aus. „Alles andere ist den europäischen Bürgerinnen
und Bürgern nach den verloren gegangenen Verfassungsreferenden und
angesichts der institutionellen Krise der Europäischen Union nicht
zu vermitteln. Es wird sich folglich bei der morgigen Plenarabstimmung
zeigen, ob auch die anderen Fraktionen insbesondere auf der linken Seite
des Hauses diese neue Situation erkannt haben“, so Nassauer und
Ferber abschließend.
Für
weitere Informationen:
Büro
Hartmut Nassauer, MdEP, Tel.: +33 - 388 - 177361
Büro Markus Ferber, MdEP, Tel.: +33 - 388 - 177230
EVP-ED-Pressestelle, Knut Gölz, Tel.: +32 - 479 - 972144
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